Spartipps für Studenten – das solltest du wissen

Geldmangel ist belastend, und diesen Druck kannst du während des Studiums nicht gebrauchen. Eine leere Geldbörse sorgt aber auch für Schwierigkeiten, wenn Bücher bezahlt werden müssen oder andere Kosten anfallen. Erfahre hiermit, wie du einen Plan aufstellst, so dass du dich ganz auf dein Studium konzentrieren kannst und nebenbei noch etwas Geld übrig bleibt. Einige Spartipps für Studenten helfen dir das Leben erleichtern.

Erstelle einen Plan!

Es ist natürlich beruhigend, wenn dir Eltern oder Freunde im Ernstfall zur Seite stehen. Trotzdem ist es wichtig, zu lernen, mit den Ressourcen auszukommen, die dir zur Verfügung stehen. Sie werden dein ganzes Leben von diesem Lernprozess profitieren, denn du weißt nicht, was noch alles passiert. Also ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich mit der Haushaltsplanung zu befassen. So geht’s:

  • Ob über eine App oder einen Jahreswandkalender, trage alle Summen zu den fälligen Terminen ein. Versicherungen, Miete und alles, für das du selbst verantwortlich bist. Die oberste Priorität ist, immer über die fälligen Ausgaben, das Guthaben auf dem Konto und das Einkommen im Bilde zu sein.
  • Kontrolliere deine Kontoauszüge in kurzen Zeitabständen. Berechne nun dein Budget pro Monat für weitere Ausgaben.
  • Führe Buch über die Ausgaben. Das gelingt leichter, wenn du grundsätzlich die Kassenzettel aushändigen lässt und am Abend die Summe in dein Haushaltsbuch überträgst. Falls du dazu neigst, gerne mal etwas mehr auszugeben, rechne dein Budget pro Woche, notfalls auch pro Tag aus. Halte diese Summe in bar bereit. Das verführt weniger zum Geldausgeben, als die Zahlung per Karte, denn du siehst dein Geld schwindet. Glaubst du es nicht? Probier mal aus!

Spartipps für die Wohnung

In einer WG ist es gar nicht so einfach, die Mitbewohner zur Sparsamkeit zu erziehen, ganz besonders, wenn andere weniger auf das Geld achten müssen. Laufen Spülmaschine und Waschmaschine durch, sind Elektrogeräte auf Stand-by und ist der Backofen das wichtigste Haushaltsgerät, treibt das die Stromrechnung in die Höhe. Das gilt besonders, wenn es sich um ältere Geräte handelt. Das hilft:

  • Stand-by nur bei ständiger Nutzung (nachts ausschalten)
  • Backofen ohne Vorheizen und nur mit Umluftfunktion verwenden
  • Waschmaschine möglichst mit niedrigen Temperaturen verwenden
  • Nur volle Waschmaschinen und Spülmaschinen einschalten

Spartipps

Handyvertrag prüfen!

Es ist schön, wenn du alle zwei Jahre das neueste Handy bekommst, aber nötig ist das nicht. Wenn du darauf verzichtest, wird dein Vertragshandy deutlich günstiger. Kündige den Vertrag fristgerecht. Du kannst nahezu sicher sein, dass sich dein Anbieter bei dir meldet und dich zum Bleiben überreden möchte, falls du die Rechnungen immer pünktlich bezahlt hast. Jetzt kannst du nachverhandeln. Erkundige dich bei anderen Telefongesellschaften und vergleiche die Tarife. Achte aber unbedingt auf zusätzliche Kosten.

Studentenrabatte erfragen

Fast überall gibt es Vergünstigungen für Studenten. Wenn du Zeitschriften oder Zeitungen brauchst oder willst, prüfe es, ob du diese nicht auch in der öffentlichen Bibliothek lesen kannst. Dann bekommest du diese zwar nicht direkt zur Veröffentlichung, dafür aber erheblich günstiger.

Medikamente kaufen

Zwar ist es wichtig, die heimische Wirtschaft zu stabilisieren, aber wenn du Geld sparen musst, bist du mit Einkäufen im Internet besser beraten. Medikamente bekommst du in Online-Apotheken zu erheblich günstigeren Preisen, als bei den Apotheken vor Ort. Achte auf Sonderangebote. Wenn du Stammkunde bist, kannst du die Angebote per Newslettter zusenden lassen.

Keine Ratenverträge

Entscheide dich nur für einen Kauf auf Raten, wenn sich das absolut nicht vermeiden lässt. Ratenzahlungen sind ein hohes Risiko, wenn du nicht über ein gesichertes Einkommen verfügst.

Deine technische Ausrüstung

Notebooks, PCs etc. bekommst du gebraucht, oft genug auch überprüft und mit einer Garantie von einem Jahr zu günstigen Preisen. Auch hier lohnt es sich, nach Studentenrabatten zu fragen.

Verbandsmitgliedschaften zu deinem zukünftigen Beruf

Für viele Berufszweige gibt es Berufsverbände. Als Studentin oder Student ist dir fast immer eine vergünstigte Mitgliedschaft möglich. Alternativ sind einkommensabhängige Mitgliedsbeiträge möglich, von denen du profitierst. Über eine solche Mitgliedschaft hast du eine Reihe von Vorteilen. Typisch sind Rechtsberatungen und Rabatte bei Einkäufen und nebenbei erhältst du wichtige Informationen zu deinem zukünftigen Beruf. Sieh die Vorteile vorher genau an. Das gilt übrigens auch für den ADAC, falls du ein Auto besitzst. Der ADAC bietet günstige Tarife für Studenten und gewährt weitere Vorteile.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wenn du weite Strecken fahren musst, können die Fahrtkosten zu einer erheblichen Belastung werden. Informiere dich bei der Mitfahrerzentrale, ob du dort ein passendes Angebot findest. Solche Fahrten sind erheblich preiswerter.

Die Lebensmittel – ein wichtiger Kostenfaktor

Kleine Mengen sind immer teurer als größere Gebinde. Wenn du Sparfüchse in deinem Umfeld hast, schließe dich mit ihnen zusammen. Falls möglich, fahre einmal in der Woche auf den Wochenmarkt oder einen Hofladen und kaufe dort Saisongemüse und Obst. Hier hast du die Möglichkeit, vorzubestellen und zu handeln, was in einem Supermarkt nicht möglich ist.

Sollte sich in deiner Nähe das Projekt „Essbare Städte“ oder „Urban Gardening“ befinden, kannst du dort mithelfen und dein Obst und Gemüse selbst erwirtschaften. Koche deine Gerichte selbst, friere die Reste ein und erstelle einen Essensplan. Wenn du nur Supermärkte zur Verfügung hast, achte auf die Sonderangebote. Überlege es dir, ob du mit Freunden zusammen einkaufst. Der Sack mit 10 kg Kartoffeln ist immer günstiger, als der kleine Beutel, und das gilt auch für andere Lebensmittel. Auch Getränke sind ein echter Kostenfaktor bei der Haushaltsplanung. Das günstigste Getränk ist Leitungswasser.

Verreise als Studentin oder Student

Beantrage die International Student Identity Card (ISIC). Dieser internationale Studentenausweis berechtigt dich zu zahlreichen Rabatten in über 100 Ländern, wie z. B. vergünstigte oder sogar kostenlose Eintritte in Museen. Wenn du länger verreisen möchtest, befasse dich mit „Work and Travel“. Mit diesem Angebot arbeitest du eine Zeit und kannst dann das Land erkunden und die Zeit genießen.

Der Notfall tritt ein!

Das kann bei bester Planung passieren. Du verlierst den Nebenjob oder hast dich verkalkuliert und kannst Rechnungen nicht bezahlen. Hier die wichtigsten Notfalltipps:

  1. Ruhe bewahren, auch wenn du die Situation erschreckt. Diese Herausforderung ist nur mit kühlem Kopf zu lösen.
  2. Plan erstellen: Wer muss was, wann bekommen und von welcher Seite droht der größte Ärger (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Steuern)?
  3. Prüfe, ob dir jemand helfen kann, den Engpass zu überbrücken. Wende dich an das Studentenwerk, an das Sozialreferat der Studierendenvertretung. Vermeide Kredite, ganz besonders solche von Online-Banken.
  4. Erstelle einen weiteren Plan, was du wann und in welcher Höhe in Raten zahlen kannst. Kalkuliere in möglichst kleinen Raten, denn du weißt nicht, ob dir alle entgegenkommen. Kalkuliere einen Puffer für dich ein, damit du handlungsfähig bleibst.
  5. Nimm vor der Fälligkeit der Zahlungen mit deinen Gläubigern Kontakt auf. Rufe an, erkläre deine Situation und deinen Lösungsvorschlag. Bitte um eine schriftliche Bestätigung der Vereinbarungen. Wenn du bislang ein zuverlässiger Zahler warst, wird man dir sehr wahrscheinlich helfen. Dass du dich zur Lösung bereits Gedanken gemacht hast, beweist den Gesprächspartnern, dass du die Haushaltsführung im Griff hast und deine Ausführungen schlüssig sind.
  6. Reduziere die Ausgaben auf das Nötige. Manche Abos (Zeitschriften, Fitnessstudios) lassen sich aussetzen. Zwar verlängert sich dadurch die Vertragslaufzeit, aber du bist über einen bestimmten Zeitraum beitragsfrei. Solche Regelungen gibt es auch für einige Versicherungen und Kredite.