Altersvorsorge neu denken mit modernen Anlagemöglichkeiten


Münzstapel, Glas und Naturhintergrund

Die erste Regel der privaten Altersvorsorge lautet: niemals mittellos werden. Die zweite Regel lautet: niemals die Erste vergessen. Das ist angesichts der Veränderungen am Arbeitsmarkt und deren Auswirkungen auf die staatliche Rente eine echte Herausforderung.

Noch komplizierter wird es, wenn man versucht, zwei gleichwertige, aber widersprüchliche Bedürfnisse bei der Altersvorsorge unter einen Hut zu bringen. Nämlich den Bedarf an Sicherheit und Kapitalerhalt einerseits und den an Vermögenswachstum, um die Auswirkungen der Inflation abzufedern, andererseits. Die wenigsten Anleger/innen, gerade auch die jüngeren Generationen, möchten ihre Altersvorsorge hochtrabenden Risiken am Investmentmarkt aussetzen. Aber ein so gut wie risikoloses Portfolio, das etwa nur in Staatsanleihen investiert, wird den Notgroschen selbst bei geringsten Abhebungen stetig aufzehren.

Investmentportfolios zur privaten Altersvorsorge müssen ein Gleichgewicht sich konträr gegenüberstehenden Bedürfnissen und Ansprüchen herstellen. Die moderne Finanztheorie empfiehlt darum, sich bei Rentenvorsorgeportfolios auf die Gesamtrendite zu konzentrieren, statt auf das Einkommen. Dieser Ansatz geht von gut diversifizierten Anlageportfolios für den Vermögensaufbau bei gleichzeitiger Nutzung festverzinslicher Instrumente zum Werterhalt aus. Eine solche Anlagestrategie zur privaten Altersvorsorge wird bei geringerem Risiko höhere Renditen erzielen, als eine rein dividenden- oder einkommensbasierte Investmentstrategie.

Damit ist die notwendige Flexibilität bei gleichzeitiger Sicherheit gewährleistet, die notwendig ist, um im Alter von den eigenen Ersparnissen gut leben zu können. Diesem Anlagekonzept gehen jedoch einige wichtige Schritte voraus.

3 goldene Regeln für ein adäquates Vorsorgeinvestment


1. Früh anfangen und öfter mal was beiseitelegen

Beim Sparen für die Altersvorsorge gilt: je früher, desto besser. Wenn junge Menschen bereits in den Anfängen ihrer professionellen Laufbahn beginnen, Geld fürs Alter anzusparen, haben sie die Möglichkeit mit weniger Mitteln und vor allem weniger Stress ein größeres Vermögen aufzubauen, das ihnen nach dem Renteneintritt einen regelmäßigen Einkommensstrom ermöglicht.

Es ist okay, in seinen Dreißigern mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Stressfreier geht es aber, wenn man früher damit beginnt. Wer frühestmöglich ein Minimum von 10 bis 15% seines Jahreseinkommens in ein Vorsorgeinvestment fließen lässt, kann sich ein gemütliches Polster ansparen, um im Alter gut davon leben zu können.

2. Investieren ist wie Ansparen gegen die Inflation

Tagesgeldkonten und Sparbücher haben ihre besten Zeiten hinter sich. Negativzinsen und Inflation verringern den Vermögenswert, anstatt ihn zu vergrößern. Konkret heißt das, dass die gleiche Menge Geld im nächsten Jahr nicht mehr das gleiche wert sein wird wir im laufenden Jahr. Dieser Faktor darf beim Sparen für die Rente nicht außer Acht gelassen werden!

Mit modernen Anlageprodukten wie flexiblen Sparplänen ist es möglich, regelmäßig Geld beiseite zu legen – vulgo: anzusparen –, während es gleichzeitig investiert – vulgo: vermehrt – wird. Damit können moderne Anlagemöglichkeiten ein Maß an Flexibilität gewährleisten, dass an jede Phase des Lebens, Einkommenssituation und Sparziel anpassbar ist.

3. Altersvorsorge von anderen Anlagezielen separieren

Wer seinem Geld bei der Vermehrung zusieht, gerät nicht selten in Versuchung, sich vom Gewinn etwas für spontane Bedürfnisse abzuzwacken. Wer seinem Vorsorgekapital aber Mittel entnimmt, schwächt dessen Potential zur Vermehrung. Soll heißen: Wer aus dem Topf der privaten Altersvorsorge Geld entnimmt, wird in der Rente weniger Geld zur Verfügung haben.

Statt Renditen, Zinseszins- und Durchschnittskosteneffekt durch die vorzeitige Entnahme von Geld aus dem Renteninvestment zu schmälern, ist es sinnvoller, für verschiedene Lebensziele unterschiedliche Anlagen zu tätigen. Die moderne Investmentwelt hat nämlich für kurz-, mittel- und langfristige Anlagehorizonte und -ziele passende Instrumente anzubieten.

Dynamisch, passiv, flexibel – so geht moderne, private Vorsorge in jedem Alter

Zunächst einmal sind bei der Wahl eines Anlageinstrumentes bzw. der Zusammensetzung eines Investmentportfolios zur privaten Altersvorsorge die eigene Persönlichkeit, sowie die Einkommenssituation ausschlaggebend. Im Idealfall reagiert die Geldanlage dynamisch auf Marktentwicklungen, während sie gleichzeitig so flexibel ist, um bei Änderungen der Lebensumstände des Investierenden jederzeit so verlustarm wie möglich angepasst werden zu können und dabei nur so viel aktives Engagement vom Anlegenden und den Vermögensverwaltern verlangt, wie nötig. (So bleiben die Gebühren für die Geldanlage nämlich geringer. Der Investierende hat mehr von seinem Gewinn).

Gerade in Zeiten absoluter Niedrigzinsen kann es für Geldanleger/innen eine Herausforderung sein, nicht renditebesessen zu werden. Auch aus diesem Grund kann eine Altersvorsorge, die das große Ganze (Gesamtrendite) im Blick hat, die bessere Strategie sein. Zwischen einem Investment mit einer 4-prozentigen Dividende bei 2-prozentigem Wachstum und einer Anlage mit 8% Renditeerwartung ohne Dividende, ist die zweite Option die nachweislich sicherere Vorsorge-Anlage.

Denn unter Gesichtspunkten moderner Finanztheorie funktioniert Altersvorsorge mit Geldanlagen zuverlässiger, wenn man sein Anlagekapital divers aufteilt und das Portfolio so strukturiert, dass die Gesamtrendite im Fokus steht.

Bei einer passiv dynamischen Investmentstrategie zur Altersvorsorge sind genau diese Aspekte abgedeckt. Hier fließen nämlich zwei zunächst scheinbar widersprüchliche Ansätze ineinander. Die der auf Langfristigkeit ausgelegten Buy-and-Hold-Strategie und die des kontinuierlichen Rebalancing des Portfolios – ein Vorgang, dessen Ursprünge auf ein aktives Vermögensmanagement zurückgehen.

So kann die Wachstumsrate maximiert werden, während gleichzeitig Liquidität beibehalten wird. Passiv dynamisches Investieren setzt der Ineffizienz der Kapitalmaximierung die verbesserte Diversifikation der Buy-and-Hold-Strategie entgegen. Indem sie so das Beste aus beiden Strategien anwendet, kann sie deren jeweilige Schwächen ausgleichen und schafft so eine Gratwanderung, die wie gemacht ist für eine Investment-basierte Altersvorsorge.