Diese Versicherungen brauchen Studenten


Diese Versicherungen brauchen Studenten
Als Studentin oder Student stehen zahlreiche Fragen im Fokus des Lebens. Dazu gehören Prüfungen, Wohnsituationen sowie die berufliche Zukunft. Das Thema Versicherungen ist bei einem großen Teil der Studierenden nicht besonders weit oben auf der Agenda angesiedelt. Dabei gibt es durchaus Versicherungen, die auch für diese Bevölkerungsgruppe sehr ratsam sind, während andere auch auf einen späteren Zeitpunkt des Lebens geschoben werden können oder gar komplett zu vernachlässigen sind. Das Versicherungsportal Versicherungsriese differenziert übrigens grundsätzlich zwischen Pflichtversicherungen, absolut ratsame Versicherungen und optionale Zusatzversicherungen.

Da das Thema Versicherungen, ähnlich wie jenem der finanziellen Bildung, nur sehr unzureichend und in einigen Fällen auch gar nicht im schulischen oder universitären Kontext zu finden ist, soll dieser Ratgebertext einen Beitrag leisten, sich als Studierender oder Studierende im Dschungel des Themas zu orientieren. Hierbei benennen wir Versicherungsarten, die für Studentinnen und Studenten aus unserer Sicht unbedingt vorhanden sein sollten, aber auch jene, für die aus selbiger Perspektive noch keine Notwendigkeit vorliegt.


Haftpflichtschäden sind schnell passiert und ohne Versicherung lang zu bezahlen


Die erste Versicherung, die aus unserer Sicht für Studierende unbedingt notwendig ist, ist die Haftpflichtversicherung. Hierbei handelt es sich um eine Versicherung, die einspringt, wenn der oder die Versicherte einen Schaden an einem Gegenstand verursacht, die ihm nicht selbst gehört. Ein solcher Schaden scheint zwar auf den ersten Blick eher selten vorzukommen, jedoch sind beispielsweise auf den bekannten Hauspartys, die so gerne von Studierenden gefeiert werden, zahlreiche private Gegenstände in unmittelbarer Nähe zu feiernden Menschen. Jene feiernden Menschen verlieren vielleicht irgendwann das letzte Prozent an Vorsicht, welches im Umgang mit jenen Gegenständen geboten ist. Ein Schaden an einem Gegenstand, welcher im Besitz eines anderen Menschen ist, ist uns in der Regel äußerst unangenehm und kann in manchen Fällen auch das persönliche Verhältnis nachhaltig verändern, besonders wenn es sich um einen wertvollen Gegenstand handelt. In diesen Fällen löst eine vorhandene Haftpflichtversicherung die Probleme und kommt für den entstandenen Schaden auf.


Bei der Hausratversicherung scheiden sich die Geister


Eine eingerichtete Wohnung ist in der Regel und in der Summe genommen sehr teuer und ein hier entstandener Schaden kann schnell eine hohe vierstellige Summe oder gar einen fünfstelligen Betrag bedeuten. Für nicht selbst verschuldete Schäden in den eigenen vier Wänden zahlt eine Hausratversicherung. Sie deckt beispielsweise Situationen wie Sturmschäden, Brandschäden, aber auch bei Einbruch oder Vandalismus. 

Preislich gesehen liegt eine Hausratversicherung im Vergleich der Versicherungsarten eher im niedrigpreisigen Sektor und ist auch für Studentinnen und Studenten gut bezahlbar. Mit einem jährlichen Beitrag, der in den meisten Fällen im zweistelligen Bereich liegt, handelt es sich hier um eine Versicherung, die für Jedermann abschließbar ist. Nun liegt die Gretchenfrage bei der Hausratversicherung im Wert, den man selbst der Einrichtung seiner Wohnung beimisst. Für Studentinnen und Studenten, die sich bereits eine komplette eigene Wohnung eingerichtet haben, lohnt sich eine solche Versicherung sicherlich. Anders verhält es sich wohl bei WG-Zimmern, die eher spartanisch eingerichtet sind. 


Eine Rechtsschutzversicherung liefert Unterstützung in rechtlichen Fragen


Leider kommt es in unserer Zeit immer häufiger vor, dass eine Streitigkeit nur durch das Hinzuziehen eines Rechtsbeistands zu lösen ist. Ob nach einem Unfall im Straßenverkehr, bei einer Angelegenheit des Mietrechts oder auch einer nicht gerechtfertigten Prüfungsnote: Ein Rechtsbeistand kann in zahlreichen Situationen des Alltags eine große Unterstützung sein und dafür sorgen, dass die eigenen Interessen optimal vertreten werden. Die Kosten, die in einem Rechtsstreit oder auch nur für außergerichtlichen rechtlichen Beistand anfallen, sind in der Regel in einer Höhe angesiedelt, welche von vielen der Studentinnen und Studenten nicht ohne Weiteres bezahlt werden kann. Daher ist eine Rechtsschutzversicherung aus unserer Sicht für Studierende ratsam. Bevor jedoch vorschnell ein Vertrag abgeschlossen wird, sollten sich Studenten umfassend informieren und einen Rechtsschutzversicherung Vergleich zur Hilfe nehmen. Damit stellen sie sicher, dass sie den idealen Versicherungsschutz zum günstigsten Preis bekommen.


Private Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit können von Studentinnen und Studenten noch vernachlässigt werden


Ganz sicher gibt es für Studentinnen und Studenten auch Versicherungen, die in der derzeitigen Lebenssituation zunächst noch vernachlässigt werden können. Dazu gehören aus unserer Sicht die private Altersvorsorge sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. 

In Zeiten der immer geringer werdenden staatlichen Rente ist eine private Vorsorge für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserer Gesellschaft unerlässlich. Hier gilt: Je früher Sie beginnen, für die eigene Zusatzrente vorzusorgen, umso geringer ist der monatliche Beitrag und umso größer ist am Ende das vorhandene Ergebnis, welches den Lebensstandard in einem höheren Alter sichert. Für Studentinnen und Studenten, deren Budget in der Regel jedoch meist recht knapp bemessen ist und die sich beruflich noch nicht fest positioniert haben, sollte die private Altersvorsorge jedoch erst einmal hintenangestellt werden. Hier reicht es völlig aus, sich um jenen Versicherungsbereich nach dem Eintritt ins Berufsleben zu kümmern, sobald man fest im Beruf steht. 

Ähnlich verhält es sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die zwar sicherlich für viele Berufstätige Menschen sinnvoll ist, um eine etwaig drohende Rentenlücke bei einer Frühberentung zu schließen, jedoch sind Studentinnen und Studenten noch sehr weit von solchen Gedankengängen entfernt. Auch steht in der Regel noch nicht sicher fest, in welchem Bereich man arbeiten wird. Daher eignet sich auch hier aus unserer Sicht das Abwarten bis zum Eintritt in das Berufsleben nach dem Studium.