Stromkosten sparen im Homeoffice - 6 Tipps gegen hohe Stromrechnungen


Eine junge Mitarbeiterin spart erfolgreich Strom im Homeoffice
Inhaltsverzeichnis
  1. Stromkosten sparen im Homeoffice - 6 Tipps gegen hohe Stromrechnungen
  2. Richtig Kühlen und Lüften
  3. Die Beleuchtung anpassen
  4. Energieeffizient arbeiten
  5. Mehrfachsteckdosen
  6. Bedarfsgerechte Arbeitsgeräte wählen
  7. Steuererklärung einreichen

Das Homeoffice hat viele Vorteile, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Wer von zu Hause aus arbeitet, entlastet den Straßenverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel. Zudem bietet das Homeoffice Flexibilität und führt somit zu einer Verbesserung der Work-Life-Balance. Der Arbeitgeber hingegen profitiert von einem besseren Image, erweitert seinen Talentpool und kann Kosten für den Unterhalt sowie die Instandhaltung von Bürogebäuden einsparen.

Diese Kosten werden zum Teil auf den Angestellten übertragen. Denn durch das Homeoffice verbraucht man deutlich mehr Energie im Haushalt. Die höheren Stromkosten erstattet der Arbeitgeber oder das Finanzamt nur anteilig. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie nachhaltig Geld sparen und gleichzeitig die Ressourcen unserer Umwelt schonen können.

Richtig Kühlen und Lüften

In den Sommermonaten fällt das Arbeiten meist etwas schwerer, sei es im Büro oder im Homeoffice. Konzentration und Leistungsfähigkeit lassen bei dauerhafter Hitze mit der Zeit nach, Kopfschmerzen und Übelkeit sind oft die Folgen.

In den kühlen Morgen- und Abendstunden gut durchlüften und tagsüber die Räume durch Vorhänge oder Jalousien verdunkeln hilft meist schon, die Temperatur zu senken. Sollte das nicht ausreichen, verwenden Sie lieber einen Ventilator, statt einer Klimaanlage zur Abkühlung. Dieser verbraucht 20 bis 50 Mal weniger Strom als ein Klein-Klimagerät.

Die Beleuchtung anpassen

Ausreichende Beleuchtung ist wichtig, um das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit während der Arbeitszeit zu steigern. Für diesen Zweck reicht jedoch eine gute Schreibtischlampe vollkommen aus. Achten Sie darauf, dass diese nicht blendet und sich auch nicht im Monitor spiegelt. Energiesparlampen oder Modelle mit LED benötigen zwischen fünf- und neunmal weniger Energie und sind auch langlebiger als herkömmliche Alternativen. Lampen mit einer Dimmfunktion sparen zusätzlich Strom und die Helligkeit kann an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Energieeffizient arbeiten

Der Computer verbraucht für das An- und Ausschalten im Vergleich zum Stand By Modus eindeutig weniger Energie. Deshalb sollten Sie den Computer bei einer längeren Pause, besonders nach Feierabend, komplett ausschalten und vom Strom nehmen. Während der aktiven Nutzung des Computers können Sie die Helligkeit des Monitors reduzieren, um zusätzlich Energie zu sparen. Auf Bildschirmschoner sollten Sie generell verzichten.

Zudem können Sie die Bildschirmhelligkeit anpassen. Oft ist der Bildschirm automatisch viel heller eingestellt als eigentlich nötig. Je dunkler er ist, umso weniger Energie verbraucht der PC. Beim Arbeiten am Computer sparen Sie zusätzlich Energie, wenn Sie nicht benötigte Programme und Anwendungen schließen. Denn diese verbrauchen nicht nur zusätzlichen Strom, sondern verlangsamen unter Umständen auch die Software.

Mehrfachsteckdosen

Einige elektrische Geräte, die in der Steckdose stecken, verbrauchen selbst ausgeschaltet Strom. Es ist deshalb empfehlenswert, abschaltbare Mehrfachsteckdosen zu verwenden und sie auszuschalten, wenn die angeschlossenen Geräte nicht mehr verwendet werden. Vor allem nach dem Feierabend sollten Sie Ihre Geräte vom Netz nehmen.

Bedarfsgerechte Arbeitsgeräte wählen

Für die meisten Bürotätigkeiten ist ein regulärer Laptop ausreichend, der im Vergleich zu einem klassischen Computer zwischen 50 - 70 Prozent weniger Strom verbraucht. Geteilte Monitore sind im Büro sicherlich hilfreich, stellen in vielen Berufen eher ein Luxusgut dar. Hinterfragen Sie sich, welche Leistung und Equipment Sie wirklich für Ihren Arbeitsalltag brauchen.

Beim Neukauf sollten Sie vorrangig auf das EU-Energielabel achten. Seit März 2021 gibt es für einige Produkte ein neues EU-Energielabel. Technische Innovationen haben zu erheblichen Verbesserungen bei der Energieeffizienz geführt, weshalb die meisten Geräte Bestnoten erhielten. Die neue Benotung ist nuancierter und ermöglicht einen besseren Vergleich von Elektronikprodukten für den Verbraucher.

Steuererklärung einreichen

Zu guter Letzt sollten Sie sich einen Teil Ihrer Stromkosten vom Finanzamt erstatten lassen. Die Homeoffice-Pauschale wird voraussichtlich bis zum Ende 2022 verlängert. Gemäß dieser Regelung können Arbeitnehmer auch in 2022 die Homeoffice-Pauschale in Höhe von 5 Euro für jeden Homeoffice-Tag, maximal für 120 Tage im Jahr, geltend machen. Allerdings wird die Pauschale dem Werbungskosten-Pauschbetrag von 1200 Euro (seit 2022) angerechnet.