Der Masterstudiengang – das müssen Sie wissen!

Der Masterstudiengang folgt auf den Bachelorstudiengang an der Hochschule. Sie schließt mit der Masterarbeit ab. Ziel ist, das Fachwissen noch weiter zu vertiefen. Für diese Überlegungen ist es nie zu früh. Zwar folgt die Entscheidung erst nach bestandener Bachelorarbeit, wer aber z. B. eine Promotion anstrebt, muss den Weg schon früh kennen und planen.

Frühzeitiges Recherchieren hilft, Fehler zu vermeiden

Manchmal scheitern berufliche Ziele an Kleinigkeiten. Das kann ein fehlender Kurs sein oder eine Prüfung, die zwar bestanden ist, aber schlechter als für weiterführende Prüfungen vorgesehen. Als Studentinnen und Studenten müssen Sie daher von Anfang an wissen, welche Wege Sie sich öffnen wollen und welche keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Planen Sie daher grundsätzlich und vorausschauend:

  • Berücksichtigen Sie Ihre Interessen, Ihre Fähigkeiten und Ihre Ziele.
  • Behalten Sie die Marktentwicklung im Auge und sprechen Sie mit Menschen, die in Ihrem Wunschberuf erfolgreich sind, folgen Sie aber nicht kritiklos deren Empfehlungen. Je nach Berufswunsch kann es sein, dass Ihnen bei solchen Gesprächen eine größere Zahl von Quereinsteigern begegnet.
  • Finden Sie heraus, warum diese Fachleute quer einsteigen konnten und welches Wissen sie haben, was den Personen fehlt, die den direkten Weg gewählt haben. Sprechen Sie also mit verschiedenen Menschen und werden Sie vor allem dann misstrauisch, wenn Ihnen jemand vermitteln will, der eigene Weg der einzig richtige ist.
  • Informieren Sie sich, welche Abschlüsse beruflich erfolgreiche Menschen in Ihrem Zielberuf vorweisen können. Wenn die Mehrheit promoviert hat, fassen Sie das für sich ebenfalls ins Auge, denn die Anforderungen an die Bewerber nehmen zu. Es steht Ihnen frei, nach der Bachelorarbeit ins Berufsleben einzusteigen.
  • Halten Sie sich aber unbedingt den Weg frei, zu einem späteren Zeitpunkt doch noch weitere Qualifikationen zu erwerben.

Masterstudiengang

Die Bachelorarbeit ist geschafft, wie geht es weiter

Nach der Bachelorarbeit ist es Zeit für Ihr Résumé. Was hat gut geklappt, was muss optimiert werden. Welche Hoffnungen haben sich erfüllt, welche Ziele konnten Sie erreichen, wie waren die praktischen Erfahrungen und was muss sich im Masterstudiengang ändern? Je nach Fachgebiet liegen weitere zwei bis vier Semester vor Ihnen. Überlegen Sie sich, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen oder vorher noch Kurse besuchen müssen. Wie viel Zeit möchten Sie sich angesichts weiterer Lebensplanung für das Studium nehmen? Diese Frage ist für Sie besonders wichtig, wenn Sie bereits eine Ausbildung absolviert haben oder ein anderes Studium. Zwar sollten Sie sich von Ihrem Lebensalter nicht von Weiterbildungen und Qualifizierungen abhalten lassen, aber berücksichtigen Sie den typischen Altersdurchschnitt von Einsteigern in Ihrem Beruf. Falls sich hier Probleme ankündigen, prüfen Sie, ob Sie sich erst eine Stelle suchen und die Masterarbeit nebenberuflich schreiben, auch wenn das zusätzliche Anstrengung bedeutet.

Unzufriedenheit im Studium?

Wenn Sie Ihre Bachelorarbeit geschafft haben, mit den Inhalten Ihres bisherigen Studiums aber nicht zufrieden sind, ist die Masterarbeit die Chance, Ihre Ziele neu zu setzen. Sie können die Schwerpunkte verlagern und sich damit sogar neu orientieren – das ist ein wichtiger Pluspunkt für das Masterstudium.

Sie haben außerdem die Möglichkeit, sich zu spezialisieren
Bestimmt gab es in Ihrem Studium einen Schwerpunkt, der Ihnen ganz besonders liegt. Er hat Ihnen gezeigt, warum Sie genau dieses Fach studieren und in welchem Schwerpunkt Sie später arbeiten möchten. Sich im Masterstudiengang in diesem Schwerpunkt fortzubilden vergrößert die Chance, dass Sie genau dort eine Stelle finden. In einigen beruflichen Gebieten macht der Master dieses Betätigungsfeld überhaupt erst möglich.

Interdisziplinär studieren

Die Rettung kann der Masterstudiengang für alle sein, die sich mit ihrem Bachelorstudiengang rückblickend falsch entschieden haben. Wenn das auf Sie zutrifft, können Sie das Fach ganz wechseln, vorausgesetzt, Sie studieren ein interdisziplinäres Fach. Wenn Sie z. B. im Bachelor Biologie studiert haben, steht Ihnen der Masterstudiengang Umweltplanung und Ingenieurökologie offen. Sollten Sie Journalismus studiert und mit einem Bachelor abgeschlossen haben, sind Sie frei für den Masterstudiengang im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Dabei handelt es sich aber immer um Angebote der unterschiedlichen Universitäten.

Universität wechseln
Wenn Sie wechseln wollen, prüfen Sie, welche Universitäten den gewünschten Masterstudiengang anbieten und klären Sie im Anschluss, ob der Wechsel möglich ist. Übrigens müssen Sie den Masterstudiengang nicht in Deutschland belegen. Ein paar Semester und eine Abschlussarbeit im Ausland bereichern Ihren Lebenslauf erheblich.

Was spricht gegen die Masterarbeit?

Natürlich gibt es gewichtige Argumente gegen den Masterstudiengang.

  1. Ein Faktor sind die Kosten. Masterstudiengänge sind zumeist kostenpflichtig, deswegen lassen Sie sich beraten und kalkulieren Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten. Wenn Sie gerne weiter studieren möchten, haben Sie in vielen Fällen die Chance auf verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung. Das gilt besonders, wenn Ihre Noten vielversprechend sind.
  2. Ein weiterer wichtiger Faktor gegen ein weiteres Studium ist ein bereits vorliegendes Stellenangebot und hier sollten Sie gründlich abwägen, welchen Weg Sie einschlagen möchten. Sprechen Sie mit dem Anbieter der Stelle und vermitteln Sie ihm, dass Sie das Angebot zu schätzen wissen und die Stelle gerne antreten möchten. Machen sie ihm aber auch klar, dass Sie Bedenkzeit brauchen, da Sie sich eigentlich weiterqualifizieren wollen. Je nach Schwerpunkt und Möglichkeit des Unternehmens kann es durchaus passieren, dass man Ihnen ein Kompromissangebot unterbreitet. Dann ist es Ihnen möglich, die Stelle anzunehmen und Ihr Studium dennoch fortzusetzen, möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt.

Ein paar Tipps zum Masterstudiengang

Sprechen Sie nicht nur mit Verwandten und Kommilitonen, sondern auch mit Ihren Dozenten und Professoren. Sprechen Sie mit denen, die Ihre Arbeitsweise und Ihre Fortschritte kennen und die Ihnen schon vorher wertvolle Ansprechpartner waren. Lassen Sie sich ermutigen, wenn Sie selbst nicht ganz sicher sind, wie es weitergehen soll. Bedenken Sie, dass gerade Lehrkräfte Ihren Werdegang aus der Distanz gut einschätzen können. Sie werden Ihnen kaum raten, Zeit, Geld und Energie in einen Studiengang zu investieren, der nicht Ihren Fähigkeiten und Zukunftschancen entspricht. Eine Suchmaschine für den richtigen Masterstudiengang gibt es hier.